Das Naturforum

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hallo Smile

so, den ersten tag wieder hier und ich muss euch gleich eine dödelfrage stellen Shy

ich hab ja eine olympus e-410, mit der ich generell sehr zufrieden bin.

nun hab ich aber hin und wieder ein problem, das mich schon so manches mal fast zur weißglut getrieben hat, weil ich keine ahnung hab, woran's liegt und was ich tun kann.

also folgendes: wenn ich eine makro-aufnahme machen will, habe ich zwei möglichkeiten, das "normale" makro und natur-makro, wobei sich mir als laie der unterschied noch nicht wirklich offenbart hat... *G*

egal, hier zum konkreten beispiel: heute vormittag hab ich einen mini-falter auf meinem küchenfenster gesehen. ich also ab zur kamera, makro eingestellt und draufgehalten. ich fotografiere meistens mit sicht übers display und focussiere auch so. gesagt getan - ich focussiere schön brav und im display sehe ich alles wunderbar gestochen scharf. sobald ich aber den auslöser drücke, wird das bild so dermaßen verschwommen, dass man rein gar nix mehr erkennen kann?! ich weiß schon, dass man für scharfe bilder normalerweise ein stativ braucht, ich hab allerdings die kamera auf der fensterbank abgestellt, also verwackeln konnte da eigentlich nix. woran kann denn das sonst liegen?!

mir ist das schon öfters passiert - andererseits werden auch genügend bilder schön scharf, ohne dass ich eine andere "technik" anwenden würde...

manchmal hab ich schon das gefühl, die kamera will mich ärgern *g*

bitte verzeiht mir die blöde frage, aber ich denke mir, hier sind so viele spezialisten vertreten, vielleicht kann mir ja jemand von euch einen tipp geben! Smile

danke schonmal und lg
stephanie
Hallo Stephanie,
schön, daß du dieses Thema einmal in den Raum stellst, denn auch mir geht es sehr oft genauso.
Ich habe eine Canon EOS 500 D an der ich auch einen Macro - Modus einstellen kann, aber ich nehme meine Einstellungen lieber manuell vor. Also ich mache ein Bild (im Macrobereich) und sehe selbst im Sucher (über den ich immer fotografiere) alles schön scharf, aber wenn ich meine Bilder dann am PC checke kann ich mindestens die Hälfte wegen mangelnder oder gar nicht vorhandener Schärfe löschen.
Neuerdings verwende ich ja ein 100mm Macro Objektiv mit dem ich auch wunderschöne Nahaufnahmen machen kann und sehr nahe an das Objekt herankomme, aber dennoch werden viele Bilder einfach zu verschwommen.
Ich verstehe auch immer nicht, wie man Bilder sooo scharf wie z.B. HIER !!! hinbekommt...Question
Gestern habe ich erstmalig ein Stativ und eine Funkfernbedienung für meine Macroaufnahmen benutzt und bin der Meinung, daß diese Bilder schärfer sind, da es ja doch nicht so wackelt als würde man freihand fotografieren.

Hier ein paar Beispielbilder von gestern....
[attachment=12685][attachment=12686][attachment=12687][attachment=12688][attachment=12689][attachment=12690]
Hallo Leute :lol:
Auch Ich finde das Thema sehr Spannend.
Denke das es hier schon um Sehr gute , Perfekte Aufnahmen geht.
Damit dies Funktioniert wird der Fotograf gezwungen sich sehr Genau mit seiner Hardware Auszukennen.
Zum ersten Sollte er sich Bewusst sein Welche Schärfebereiche erreichbar sind. Hier ist die Olympus aufgrund ihres Sensors Formates den Anderen , C+N , überlegen. Stichwort Cropfaktor.
Einen Gute Beschreibung des Zusammenhanges Blende & Schärfentiefe in der Makrofotografie findet ihr hier.
Das sollte als Grundlage , Schärfe Definition hier Berücksichtigt werden.
Natürlich ist Stativ, Fernauslöser und Blitz/Reflektor Unerlässlich. In den Verlinkten Beispiel oben kommen noch Schärfe fallen und Annäherungs-Sensoren hinzu.
Also sehr Viel Aufwand.
DIRK.
Hi Salma.....
.. wenn das Licht ausreicht, kann man auch aus der Hand fotografieren. Man sollte aber bei flinken Tieren und vom Wind bewegten Pflanzenteilen eine kurze Belichtungszeit einstellen können.
Eine kurze Belichtungszeit führt aber zu weniger Licht, was eine Öffnung der Blende bewirkt. Daraus resultiert eine noch geringere Schärfentiefe. Irgendwie kommt man da an gewisse Grenzen.
Bei leichten Kameras besteht auch die Möglichkeit, daß sie im Moment der Auslösung verissen werden.
Ich arbeite generell mit einer manuellen Scharfstellung über den optischen Sucher der Kamera. Es wird eine Zeitautomatik eingestellt und die Blende vorgegeben. Damit bestimme ich im Vorfeld die optimale Tiefenschärfe. Zu 95 % verwende ich dabei stabile Stative.
Die Scharfeinstellung über das Display der Kamera halte ich für weniger optimal, weil man im Sonnenlicht zu wenig erkennt. So manches "Käferbeinchen" wird dadurch abgeschnitten . Von einer präziesen Schärfebeurteilung ganz abgesehen....wink.

Versuch mal eine Probeaufnahme mit einem unbeweglichen und kontrastreichen Motiv unter Verwendung eines ordentlichen Statives .Da kannst Du schon mal sehen, ob der Autofokus Deiner Kamera exakt einstellt.....:P


Foto: Plattbauch Männchen...ca. 70 mm lang...
DSLR Nikon D 70....150 er Sigma (Makroobjektiv) .....f 11....1/80 Sek. Schweres Holzstativ und eine Stunde "angesessen"....

[Bild: 5ow6jr.jpg]

LG, Burkhard
Sehr interessant Burkhard - du arbeitest also mit der Zeitautomatik..., habe ich auch schon probiert, aber dennoch waren die Bilder nicht schärfer...oder es lag am fehlenden Stativ !? :P
Was dein Beispielfoto betrifft: meinst du damit etwa, daß du 1 Stunde gesessen hast ehe die Libelle sich so postierte...??? Nicht wirklich, oder ???

Jedenfalls ein äußerst interessanter Beitrag...Alright
Moin moin Achim.....

ich denke, daß ein wirklich gutes Stativ in Verbindung mit einem schwingungsfreien Untergrund , des Rätsels Lösung ist.....wink.
Man glaubt garnicht, wie z. B. eine dicke Laubschicht die Stabilität in Frage stellt.

Zum Foto........ich hatte die Libelle ausgemacht und längere Zeit beobachtet. Dabei stelle ich fest, daß sie häufig ein Blatt des Pfeilkrautes im Teich ansteuerte.
Man kann ja keine Libelle auf gut Glück am Nachmittag fotografieren .
Da habe ich also meine Kamera auf ein schweres Eschenholzstativ montiert und mit dem 150 er Makroobjektiv auf das Tier gelauert....:P
Es flog ständig im Garten rum oder der Wind war zu stark. Nach gut einer Stunde hat es dann geklappt.
Ich habe tatsächlich eine gute Stunde hinter der Kamera gehockt....:rolleyes:

Beste Grüße, Burkhard
Hallo Burkhard :lol:

noch einige Fragen, Stellst du AUCH den AF auf Kontinuierlichen Betrieb ?
und welchen Belichtungs-Modus Stellst du bei Makros ein.
Auch eine Wichtige Frage, ist die Blende bei Makros in erster Linie nur ein Schärfe Instrument, also f über 8 bis ca 20, oder Nimmt Sie auch für die Bildgestaltung Wesentlichen Raum ein ?

DIRK.
(19.07.2010 07:08)hörnchen schrieb: [ -> ]Hallo Burkhard :lol:

noch einige Fragen, Stellst du AUCH den AF auf Kontinuierlichen Betrieb ?
und welchen Belichtungs-Modus Stellst du bei Makros ein.
Auch eine Wichtige Frage, ist die Blende bei Makros in erster Linie nur ein Schärfe Instrument, also f über 8 bis ca 20, oder Nimmt Sie auch für die Bildgestaltung Wesentlichen Raum ein ?

DIRK.

Moin moin Dirk,

Im Makromodus wird die Schärfe manuell von mir eingestellt.Der Autofokus weiß ja nicht, ob ich die Augen oder die Flügel scharf haben will. Außerdem fährt er ständig hin und her dabei.....wink

Einen speziellen Belichtungsmodus stelle ich nicht ein. Ich schatte weiße Objekte ab und helle dunkle Bereiche auf....z.B die Unterseite von Pilzen.

Ich erachte die Blende für äußerst wichtig. Mit Ihr lege ich die Schärfentiefe fest. Es wird aber immer auf einen kleinen Kompromis hinauslaufen.....Eine fast geschlossene Blende bedingt auch einen "überdeutlichen" Hintergrund. Im Idealfall mag er passen, aber meistens wirkt er ablenkend. Man denke an wirre Gräser und struppiges Astwerk.

Ich vermeide einen störenden Hintergrund, indem ich mit einer langen Brennweite arbeite. So verschwindet hinten alles in sanfter Unschärfe.

Hier mit dem 150 Makro aufgenommen....bei Blende f 14...

[Bild: 20zb9ls.jpg]
_____________________________________________________________
Hier mal das Gegenteil ...

Der Hintergrund gefiel mir durch seinen farblichen Kontrast. Deshalb verwendete ich eine kleine Bridge-Kamera , die Nikon Coolpix 5700....
Mit ihr lassen sich bei f 8 beachtliche Schärfebereiche überbrücken, die auch den waldgeprägten Standort mit einbezogen ...

[Bild: 2wdoj9v.jpg]

Wer noch Fragen hat.....Smile

Beste Grüße, Burkhard
Hallo Burkhard Smile
mal schauen ob ich das alles Richtig Verstanden habe.

(19.07.2010 10:20)Fotoegon schrieb: [ -> ]...
Im Makromodus wird die Schärfe manuell von mir eingestellt.Der Autofokus weiß ja nicht, ob ich die Augen oder die Flügel scharf haben will. Außerdem fährt er ständig hin und her dabei.
....

Das Heißt du kennst den Schärfebereich deines Objektives Genau bei der Entsprechenden Blende und Legst die Schärfenebene Fest.
Das geht natürlich nur Wenn Cam auf Stativ ist und das Motiv sich nicht Bewegt. Also eine Sehr Statische Situation.
...
Bei Meinen Geliebten Einbein und Tiere oder Blumen die sich doch etwas Bewegen können , also die Situation in Engen Grenzen beweglich ist, komme ich mit dem Kontinuierlichen AF besser zurecht.
Den AF Punkt setzt ich Zuvor Fest, zb. Rechts, Blende Manuell ab und kontrolliere damit die Schärfentiefe. Erst jetzt gehe ich in Lauerstellung.
Das Motiv und der Hintergrund Entscheidet bei mir Welchen Belichtungsmodus ich Einstelle. In der Regel der Martix Belichtung. Aber es kommen auch sehr Häufig die anderen zum Tragen.

(19.07.2010 10:20)Fotoegon schrieb: [ -> ]...
Ich erachte die Blende für äußerst wichtig. Mit Ihr lege ich die Schärfentiefe fest. Es wird aber immer auf einen kleinen Kompromis hinauslaufen.....Eine fast geschlossene Blende bedingt auch einen "überdeutlichen" Hintergrund. Im Idealfall mag er passen, aber meistens wirkt er ablenkend. Man denke an wirre Gräser und struppiges Astwerk.

Ich vermeide einen störenden Hintergrund, indem ich mit einer langen Brennweite arbeite. So verschwindet hinten alles in sanfter Unschärfe.
...

Ich denke der von dir Angesprochenen Kompromiss ist der Situation Geschuldet. Wenn der Hintergrund nicht weit genug versetzt ist, von dem Motiv, Wirst du immer eine Gewisse Schärfe haben. Im Allgemeinen Bringt natürlich eine Große Brennweite und ein Abstand nahe an der Naheinstellungsgrenze das Beste Ergebnis.
...
Hier gehe ich Sehr Häufig los und versuche eine andere Lokalität zu finden die dem Fotofritzen zu besseren Ergebnissen verhilft. Alleine die suche nach einen Geeigneten Standort um Bussarde Abzulichten. geht in das vierte Jahr.

(19.07.2010 10:20)Fotoegon schrieb: [ -> ]...
Der Hintergrund gefiel mir durch seinen farblichen Kontrast. Deshalb verwendete ich eine kleine Brigde-Kamera , die Nikon Coolpix 5700....
Mit ihr lassen sich bei f 8 beachtliche Schärfebereiche überbrücken, die auch den waldgeprägten Standort mit einbezogen ...
...

Ich denke das hier das Beispiel der Bridge Cam zum Vergleich, nicht Geeignet ist. Aufgrund der Anderen Sensorgröße/Format ist die Schärfenleistung in Bezug auch Schärfenebene und Freistellung für Makros viel Besser geeignet. Oder Anders Ausgedrückt je weniger Crop Faktor im Spiel ist, desto Besser die Freistellung, also die Schärfen-Breite... Nenne ich jetzt mal so.

Ich sage doch, ein Interessantes Thema...Alright

DIRK.
(19.07.2010 11:58)hörnchen schrieb: [ -> ]Hallo Burkhard Smile
mal schauen ob ich das alles Richtig Verstanden habe.


Das Heißt du kennst den Schärfebereich deines Objektives Genau bei der Entsprechenden Blende und Legst die Schärfenebene Fest.
Das geht natürlich nur Wenn Cam auf Stativ ist und das Motiv sich nicht Bewegt. Also eine Sehr Statische Situation.
...
Bei Meinen Geliebten Einbein und Tiere oder Blumen die sich doch etwas Bewegen können , also die Situation in Engen Grenzen beweglich ist, komme ich mit dem Kontinuierlichen AF besser zurecht.
Den AF Punkt setzt ich Zuvor Fest, zb. Rechts, Blende Manuell ab und kontrolliere damit die Schärfentiefe. Erst jetzt gehe ich in Lauerstellung.
Das Motiv und der Hintergrund Entscheidet bei mir Welchen Belichtungsmodus ich Einstelle. In der Regel der Martix Belichtung. Aber es kommen auch sehr Häufig die anderen zum Tragen.
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Hallo Dirk,
Mmmm, den Schärfebereich kann ich immer nur grob vorschätzen.Ablendtaste und Kontrolle des fertigen Bildes geben letztendlich erst Gewissheit. Die Matrixbelichtung kommt auch bei mir sehr oft zum Einsatz, weil ich meine (meist statischen) Objekte ausleuchte oder aufhelle....Da Du gerne beweglichen Motiven gegenüberstehst, hast Du kaum die Chance mit einem schweren Dreibein zu arbeiten.So ein Einbein macht da wirklich Sinn.Allerdings wirst Du bei flinken Motiven kaum Zeit zur Auswahl eines passenden Hintergrundes haben. Ist ja schließlich alles life....

(19.07.2010 10:20)Fotoegon schrieb: [ -> ]...
Ich erachte die Blende für äußerst wichtig. Mit Ihr lege ich die Schärfentiefe fest. Es wird aber immer auf einen kleinen Kompromis hinauslaufen.....Eine fast geschlossene Blende bedingt auch einen "überdeutlichen" Hintergrund. Im Idealfall mag er passen, aber meistens wirkt er ablenkend. Man denke an wirre Gräser und struppiges Astwerk.

Ich vermeide einen störenden Hintergrund, indem ich mit einer langen Brennweite arbeite. So verschwindet hinten alles in sanfter Unschärfe.
...

Ich denke der von dir Angesprochenen Kompromiss ist der Situation Geschuldet. Wenn der Hintergrund nicht weit genug versetzt ist, von dem Motiv, Wirst du immer eine Gewisse Schärfe haben. Im Allgemeinen Bringt natürlich eine Große Brennweite und ein Abstand nahe an der Naheinstellungsgrenze das Beste Ergebnis.
...
Hier gehe ich Sehr Häufig los und versuche eine andere Lokalität zu finden die dem Fotofritzen zu besseren Ergebnissen verhilft. Alleine die suche nach einen Geeigneten Standort um Bussarde Abzulichten. geht in das vierte Jahr.

Ein Pilz oder eine Blüte kann aus 10 Richtungen fotografiert werden, da wird schon ein passender Hintergrund dabei sein. Ein weiter Abstand zu einem ungeliebten Hintergrund ist natürlich sehr von Vorteil. Einen Bussard entsprechend gut abzulichten, gleicht schon einem Meisterstück.
(19.07.2010 10:20)Fotoegon schrieb: [ -> ]...
Der Hintergrund gefiel mir durch seinen farblichen Kontrast. Deshalb verwendete ich eine kleine Brigde-Kamera , die Nikon Coolpix 5700....
Mit ihr lassen sich bei f 8 beachtliche Schärfebereiche überbrücken, die auch den waldgeprägten Standort mit einbezogen ...
...

Ich denke das hier das Beispiel der Bridge Cam zum Vergleich, nicht Geeignet ist. Aufgrund der Anderen Sensorgröße/Format ist die Schärfenleistung in Bezug auch Schärfenebene und Freistellung für Makros viel Besser geeignet. Oder Anders Ausgedrückt je weniger Crop Faktor im Spiel ist, desto Besser die Freistellung, also die Schärfen-Breite... Nenne ich jetzt mal so.

Nun ja, jetzt kann ich Dir nicht ganz folgen......Die Bridgekamera zeichnet auf Grund des fehlenden Kropfaktors und der entsprechenden Sensorgröße fast alles scharf. Auch den Hintergrund bei voller Abblendung. Gerade der soll ja bei Unruhe verschwinden. Das wird schwer gelingen. Ich wollte hier nur demonstrieren, daß der Hintergrund diesmal gut zum Pilz paßt und auch zu sehen sein soll.
Mit der DSLR und einem 150 er Makro hätte man den Hintergrund in ein neutralgraues Gebilde umfunktionieren können.

Es gibt wirklich 1000 Sachen, die den Fotomann auf Trab halten können......wink

LG, Burkhard
Ich sage doch, ein Interessantes Thema...Alright

DIRK.
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